Mit dem Auto durch Simbabwe

Simbabwe erlebt aktuell eine Renaissance und zieht mehr und mehr Reisende an. „Eine Welt voller Wunder“, das oft beschworene Sinnbild für Simbabwe, bietet ein breites Spektrum an Urlaubsmöglichkeiten von preiswerten Safaris in einfachen Unterkünften bis hin zu maßgeschneiderten à-la-carte Safaris mit traumhaften Luxusunterkünften. Immer beliebter werden auch die Fly-in-Safaris, welche eindrucksvolle Flugreisen von Camp zu Camp sind. An unterschiedlichen Standorten erleben Sie eine gewaltige Tier- und Vogelwelt. Das Land und seine verborgenen Geheimnisse erkundet man am besten mit dem Mietwagen. Auf diese Weise kann man Tempo und Route ganz nach dem persönlichen Gusto festlegen. Die Fahrzeuge vor Ort sind neu und selbstverständlich mit modernem Komfort ausgestattet. Das Angebot an möglichen Mietwagenrundreisen ist groß, die Qual der Wahl fällt schwer. Wir haben eine Tour für Sie zusammengestellt, auf der Sie sicher reisen und gleichzeitig die wichtigsten Highlights besuchen. Wir haben die wir die 10-tägige Tour persönlich getestet:

Tag 1: Abfahrt in Harare

Gestartet sind wir in der Hauptstadt Harare. Dorthin bestehen gute Verbindungen mit einigen großen internationalen Fluggesellschaften wie Emirates Airlines oder South African Airways. Am Flughafen stand unser Fahrzeug inklusive GPS schon zur Übernahme für uns bereit. Die lange Anreise hat uns erschöpft, deshalb verbringen wir die erste Nacht in dem luxuriösen 5-Sterne Meikles Hotel in Harare. Nach einem ausgiebigen Abendessen und einer angenehmen Nacht konnte es dann am nächsten Morgen endlich mit der Reise losgehen.

Tag 2-3: Die Ruinen von „Great Zimbabwe„

Unser erstes Ziel sind die Ruinen von „Great Zimbabwe“, etwa 40 km von Masvingo. Wir gewöhnen und relativ schnell den Linksverkehr hier im Lande aber sind dankbar für die langen geraden Strecken. Die Straßen in Simbabwe sind gut ausgebaut, jedoch ist es immer ratsam ein Auge für die Wildtiere zu haben, die sich nicht immer an die allgemeinen Verkehrsregeln halten. Nach einer 4-stündigen Fahrt durch die savannenartige Landschaft kommen wir bei den Ruinen an. Dort können wir die Ruinen des größten vorkolonialen Steinbaus südlich der Sahara und einer der wichtigsten historischen Stätten in Simbabwe bestaunen. Seit 1986 stehen diese sogar auf der Liste des UNESCO Weltkulturerbes.

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Nach der ersten Besichtigung freuen wir uns auf unseren Aufenthalt in dem nahe gelegenen Norma Jeans Lake View Resort, einem charmanten kleinen Familienbetrieb am Rande des Lake Mutirikwi. Hier werden hervorragende landestypische Gerichte serviert und man hat die  Wahl zwischen gerade einmal acht Hotelzimmern und vier voll ausgestatteten Chalets zur Selbstverpflegung. Alternativ ist auch die Lodge Ancient City zu empfehlen, welche malerisch auf einer Anhöhe mit herrlichem Blick ins Tal liegt. Beide Unterkünfte sind in der Nähe der Ruinen gelegen und ein guter Ausgangspunkt für Besichtigungen. Wir haben uns zwei Nächte Zeit genommen, um dieses beeindruckende Gebiet vollständig zu erkunden. Besonders empfehlenswert für die „Great Zimbabwe“ Ruinen ist eine geführte Tour. Unser Guide kann uns allerhand über die mysteriöse Geschichte erzählen. Anschließend machen wir einen Abstecher zum Erholungspark Lake Mutirikwi. Bei der Durchquerung des Parks mit dem Mietwagen sehen wir Büffel, Impalas, Kudus, Zebras und Giraffen. Besonderes Highlight sind auch die Strauße, die einem sonst eher selten auf Safaris begegnen. Wir haben Glück und können weiße Nashörner, Wasserböcke, schwarze Schakale, Leoparden, Nilpferde und Krokodile sehen. Es gibt noch weitere Aktivitäten wie  Vogelbeobachtung, Bootsfahrten und Segeln, welche wir aus zeitlichen Gründen leider nicht mehr schaffen.

Tag 4-5: Die Höhen der Matobo Hills

DSC_1197Die Fahrt zu unserem nächsten Ziel, den Matobo Hills, dauert etwa 4 Stunden. Hier bieten sich fantastische Fotostopps – Wir halten oft an, um Fotos zu machen und die malerischen Landschaften, die kleinen Dörfer und interessanten Wildgebiete auf uns wirken zu lassen. Matobo Hills liegt in der Nähe von Bulawayo, Simbawes zweitgrößter Stadt und bietet gute Übernachtungsmöglichkeiten. Außerhalb des Nationalparks liegen das reizvolle Camp Amalinda und das Big Cave Camp. Beide Camps liegen auf einem Felsvorsprung und bieten eine atemberaubende Aussicht und bestechen durch ihren besonders aufmerksamen Service und eine äußerst herzliche Gastfreundschaft.
Wir unternehmen tolle Pirschfahrten sowie einen Ausflug zum „Worlds View„. Dieser Aussichtspunkt nimmt uns mit einem atemberaubenden Sonnenuntergang und der 360° Panoramasicht komplett in seinen Bann.  Zu entdecken gibt es hier auch die letzte Ruhestätte von Cecil John Rhodes, sagenumwobener Geschäftsmann, Politiker und Gründer eines der weltweit größten Diamantenunternehmens.

Tag 6-7: Auf Safari im Hwange Nationalpark

MM_Hwange_Feb2013_134Unsere weitere Reise führt uns zum Hwange National Park, Simbabwes größtem und bekanntestem Nationalpark. Hier ist mit Abstand die umfangreichste Vielfalt an Tieren im südlichen Afrika zu Hause. Die Fahrt dauert gut 5 Stunden, wobei auch hier die individuellen Fotostopps die Fahrzeit verkürzen oder verlängern können. Einige Bereiche des Parks sind für die Öffentlichkeit zugänglich, die meisten stehen aber nur den Gästen der privaten Konzessionen zur Verfügung. Wir bleiben die nächsten 2 Nächte im Davison Camp. Dieses Haus steht für eine genussvolle Privatsphäre sowie einen exzellenten Service. Wir sind fasziniert von der simbabwischen Gastfreundschaft  sowie den hervorragende Guides, die uns in einem offenen 4×4 Geländefahrzeug Tiere und Natur zum Greifen nah bringen. Außerdem haben wir die Möglichkeit die wilde Natur auch bei „Walkingsafaris„ zu erkunden – ein Erlebnis was wir unbedingt empfehlen. Alle Sinne sind geschärft, aufmerksam wandern wir durch die Landschaft, stets auf der ehrfürchtigen Suche nach den heimischen Wildtieren. Große vorbeiziehende Elefantenherden, Nilpferde, Löwen, Leoparden, Wildhunde und Geparden, um nur ein paar zu nennen. Nach der Pirsch entspannen wir im Camp, schwimmen im Pool und lassen dieses besondere Afrikaerlebnis Revue passieren.

Tag 8-10: Der „Donnernde Rauch„

Front Face LandscapeNach einem herzhaften Brunch verlassen wir das Camp, um zu unserer nächsten und letzten Etappe aufzubrechen. Uns erwarten die fantastischen Victoria Falls – ein wahres Highlight, auf das wir uns schon seit Beginn unserer Reise freuen. Die Fahrt ist in vier bis sechs Stunden zu bewältigen, je nach individuellen Stopps. Die Victoria Falls sind die größten Wasserfälle der Welt (bezogen auf Höhe und Breite) und gehören zum UNESCO Weltnaturerbe. Wir entscheiden uns hier für das Victoria Falls Hotel, ein 4+-Sterne Hotel am Rande des Nationalparks Mosi-oa-Tunya. Von hier sind die Wasserfälle in nur 10 Gehminuten erreichbar. Die Einheimischen gaben den Fällen den Namen Msi-oa-Tunya was übersetzt „Donnernder Rauch“ bedeutet. Ob Wildwasser-Rafting, Helikopter Flüge oder Bungee-Jumping, in der kleinen Stadt Victoria Falls im Nordwesten Simbabwes ist eine Vielzahl an Aktivitäten möglich. Hier wird vom sportlichen Adrenalinschub bis hin zur einer entspannenden Massage alles geboten. Wir besuchen ebenfalls den schönen Kunst- und Handwerkermarkt, auf dem die lokalen Künstler diverse Skulpturen, Schnitzereien oder typische Gemälde präsentieren. Unser besonders stimmungsvolles Highlight ist eine idyllische Bootsfahrt auf dem Sambesi Fluss zum Sonnenuntergang.  Nach zwei Nächten bei den Victoria Falls  geben wir schweren Herzens unseren Mietwagen am Flughafen ab und treten mit vielen unvergesslichen Eindrücken die Heimreise an.

Weitere Informationen zu dieser Tour finden Sie hier.