Nachhaltiger Tourismus in Südafrika

Safaris in Südafrika sind vor allem wegen der Big Five und dem berühmten Krüger Nationalpark ein beliebtes Ziel für Afrika-Urlauber, Safari-Freunde und Südafrika Reisen generell. Aber auch abseits des größten Wildschutzgebiets Südafrikas mit seinen bekannten Landschaften und Naturspektakeln, gibt es zahlreiche private Wildreservate, die einen exklusiven Einblick in die vielfältige Tierwelt Afrikas bieten. Besonders in den kleineren Game Reserves – wie Sabi Sands oder Madikwe Game Reserve – lässt sich die Vielfalt der afrikanischen Tierwelt auf exklusiven Pfaden erkunden. Dort wird auch nachhaltiger Tourismus zunehmend groß geschrieben. Hier gehen die Besucher mit erfahrenen Guides auf die Pirsch. Sie kennen die geheimsten Ecken der Reservate und wissen, wo man auch die seltensten Tiere aufspüren kann.

Wer also auf der Suche nach ganz besonderen Erlebnissen und tiefen Einsichten in die Geheimnisse Afrikas ist, sollte sich unsere Tipps für Spezialsafaris in Südafrika durchlesen. Von Vogelbeobachtungen, Walking Safaris oder nachhaltigen Wildprojekten ist das Angebot in den Private Game Reserves mehr als abwechslungsreich.

Bushmans KloofTierreichtum am Bushmans Kloof in ökologischen Lodges

Das Ziel, die Big Five zu sehen, steht bei einer Südafrika Safari oft an erster Stelle. Es sollte aber nicht das Einzige bleiben, denn das vielseitige Land an der Südspitze Afrikas hat mehr zu bieten als die „Großen Fünf“ Elefant, Spitzmaulnashorn, afrikanischer Büffel, Löwe und Leopard. Das Gebiet um den Bushmans River nördlich von Kapstadt (Foto) bietet mit der Bushmans Kloof Wilderness Reserve & Wellness Retreat eine der ersten ökologischen Lodges der Welt.

In diesem malariafreien Naturreservat in den Zederbergen lässt sich sowohl tagsüber als auch auf Nachtpirschfahrten eine große Artenvielfalt entdecken. Inmitten des malariafreien Bushmans Kloof Wildreservates residiert eine bunte Vielfalt an Tierarten, die mindestens so sehenswert ist wie die berühmten Big Five. Nicht nur die Großkatzen Löwe und Leopoard, auch der Karakal mit seinen charakteristischen Pinselohren und die Afrikanischen Wildkatzen oder Falbkatzen, die übrigens als direkter Vorfahre unserer Hauskatze gelten, sind einen Besuch wert. Verschiedene Fuchsarten wie Kapfuchs und Löffelfuchs geben ebenso einen Einblick in die Artendiversität wie zahlreiche Hyänenarten, zu denen auch der Erdwolf – entgegen seines irreführenden Namens – zählt.

Klangvolle Namen finden sich generell reichlich auf den Pirschfahrten am Bushmans Kloof, wo viele Tierarten sogar ihren Wohnort am Kap im Namen tragen, wie der Kapotter oder die Kap-Bergzebras. Auch die Vogelwelt ist hier vielfältig. Die über 150 Vogelarten umfassen Greifvögel wie Schreiseeadler und Mohrenweihe ebenso wie die buntschillernden, kolibriartigen Sunbirds.

Bei einem Kapstadtbesuch lohnt sich ein Abstecher auf die Kaphalbinsel, denn im Naturreservat am Kap der Guten Hoffnung gibt es viele Antilopenarten, Paviane, Strauße und Zebras, die man hier aus nächster Nähe beobachten kann.

Ausgefallene Spezialsafaris in den Nationalparks von Südafrika

Die Möglichkeiten, in Südafrika eine besondere Safari zu erleben sind vielfältig. Zahlreiche größere und kleine Nationalparks bieten eine Vielzahl an Arten in beeindruckender Natur – zu Land und zu Wasser – die für unvergessliche Erlebnisse sorgen. Nachfolgend stellen wir Ihnen einige besonders schöne Nationalparks vor, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten.

Addo Elephant Nationalpark

Am Eastern Cape, circa 70 km nördlich von Port Elizabeth, liegt der Addo Elephant Nationalpark. Der Park wurde 1931 gegründet, um die letzten aussterbenden Kap-Elefanten vor dem Aussterben zu retten, daher auch der bezeichnende Name.

Mittlerweile erstreckt sich der Park von den Küsteninseln der Algoa Bay über die Zuurberg Mountains bis in die Halbwüste der Nama Karoo. Durch die ständige Erweiterung umfasst der Park nun ein Areal von fast 492.000 Hektar und bildet den Greater Add Park, in dem auch das Gora Elephant Camp liegt. Dieses vielfältige Schutzgebiet mit Dünenfeldern, üppigem Buschveld, Fynbos- und Grasland beherbergt über 350 Elefanten, sowie den Rest der Big Five: Löwe, Leopard, Nashorn und Büffel.

Die Region ist malariafrei.

iSimangaliso Wetland Park (Greater St. Lucia Wetland Park)

Der iSimangaliso Wetland Park erstreckt sich vom nordöstlichen KwaZulu-Natal entlang des Indischen Ozeans zwischen Maphelana und der Grenze zu Mosambik. Auf circa 3.200 km² liegen 13 Reservate und ein Meeresschutzgebiet mit dem südlichsten Korallenriff Afrikas. Um den 40 km langen Lake St. Lucia findet man eine unglaubliche Vielfalt an Biotopen. Durch die unterschiedlichen Vegetations- und Ökosysteme ist die Vielfalt an Fauna und Flora im iSimangaliso Wetland Park sehr vielfältig. Im Rahmen von Game Drives und Bootssafaris können Leoparden, Nashörner, Krokodile, Antilopen, Delfine, Wale und über 500 Vogelarten, darunter Pelikane, Flamingos und Störche, gesichtet werden. Beeindruckend ist die große Zahl an Vögeln vor allem im Sommer, wenn sich die Zugvögel zu den Wasservögeln gesellen. Der Lake St. Lucia ist außerdem ein Anziehungspunkt für Angler sowie für Sportbegeisterte zum Tauchen und Schnorcheln. Eine Malariaprophylaxe wird in diesem Gebiet empfohlen.

Kgalagadi Transfrontier Park

Am Northern Cape gelegen, vereint der Kgalagadi National Park Südafrikas Kalahari Gemsbok National Park mit Botswanas Gemsbok National Park. Durch die Aufhebung der Grenze ist die gesamte südliche Kalahari wieder ein zusammenhängendes Ökosystem von 38.000 km², das zahlreiche Highlights für eine unvergessliche Safari bietet. Bekanntheit hat der Park vor allem durch seine roten Sanddünen und die Kameldornbäume erlangt. Zudem haben sich hier die Kalahari-Löwen eine Heimat geschaffen, da sie sich im Lauf der Zeit an die aride Umgebung der Halbwüste angepasst haben. Viele Vogelarten, darunter Strauße, Webervögel und Raumvögel, machen den Park zu einem beliebten Ausflugsziel bei Safarifreunden. Einzelfälle von Malaria sind aufgetreten, deshalb sollte eine Prophylaxe in Erwägung gezogen werden.

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Westcoast National Park

Der Westcoast National Park liegt an einer der schönsten Strände an der südafrikanischen Westküste. Die schönste Zeit, um im Rahmen einer Safari den Park zu erkunden, ist im August und September, wenn die Wildblumen blühen. Das Schutzgebiet und Feuchtbiotop des Westcoast National Park gehört zu den schönsten und wichtigsten Feuchtgebieten von Südafrika und verfügt über außergewöhnlich gute Vogelbeobachtungsmöglichkeiten. Jedes Jahr im August kommen circa 60.000 Wasservögel aus Sibirien, um ihre Sommerresidenz im flachen Wasser der Langebaan-Lagune zu verbringen. Neben der vielfältigen Vogelpopulation und der atemberaubenden Landschaft gibt es hier noch zahlreiche weitere Aktivitäten für einen Safariurlaub. Aufgrund der geschützten Lage in einer Bucht herrschen hier ideale Badebedingungen mit weißem Sand und türkisblauem Meer. Besucher können sich auch mit dem Mountainbike sportlich betätigen, Wanderungen unternehmen oder sich ganz einfach am Meer vergnügen. Im Park gibt es zwei Mountainbike Routen sowie den Postberg Hiking Trail, der nur im August und September offen ist. Da nur eine begrenzte Zahl an Wanderern zugelassen ist, empfehlen wir eine rechtzeitige Buchung. Die Radtour muss nicht vorher angemeldet werden.

Birds of Eden und Monkeyland: exklusive Safari durch die Welt der Vögel und Affen

Auch wenn mit einer Safari in Südafrika hauptsächlich die Big Five in Verbindung gebracht werden, erwarten Safaribegeisterte in Südafrika neben den Nationalparks auch zahlreiche Vogel-Reservate, die mit weit mehr als nur fünf Tierarten aufwarten können. Auf exotische Vogelsafari zu gehen ist nicht nur ein ganz besonderes Erlebnis während des Südafrika Urlaubs, sondern dient wie in den Einrichtungen der South African Animal Sanctuary Alliance (SAASA) auch dem Erhalt und Schutz vieler Vogel- und Affenarten. Ausgezeichnet mit mehreren Fair Trade Tourismus Zertifikaten, findet das Engagement für den Artenschutz und nachhaltigen, verantwortungsvollen Tourismus nicht nur in Südafrika großen Anklang.

Birds of Eden VoliereBirds of Eden: Eine Safari durch die größte Vogelvoliere der Welt

 

Für Safari-Freunde, die besonderen Vogelarten einmal ganz nahe kommen wollen, ist das Birds of Eden ein toller Ausflugstipp. In der größten Vogelvoliere weltweit tummeln sich auf verschiedenen Etagen zahlreiche Vogelarten, von Goldfasanen am Waldboden bis hin zu allerlei Wasservögeln und bunten Papageienarten. Der riesige Urwald bietet für alle Artgenossen einen entsprechenden Lebensraum und führt die Besucher auf verschlungenen Wegen, Rampen und Hängebrücken durch das Vogel-Paradies. Viele der gefiederten Bewohner sind an Menschen gewöhnt, sei es durch die regelmäßigen Besucherströme oder ihre Vergangenheit als Haustiere. Daher kommt es durchaus auch zu unterhaltsamen Begegnungen mit frechen Exemplaren, die einen schon einmal zutraulich bis aufdringlich nach Futter durchsuchen.

Foto: NUR ZA | Lizenz CC BY-SA 3.0

Affenzirkus an der Gartenroute – Safaristimmung in Monkeyland

Direkt neben dem Birds of Eden an der Plettenberg Bay liegt das weitläufige Freiluftgehege Monkeyland, das momentan 13 Affenarten beherbergt. Im Gegensatz zum Birds of Eden kann man das Monkeyland nur im Rahmen einer Führung betreten. So erfährt man während der Erkundung des riesigen Areals mitten im Wald auch viel Wissenswertes über die teils heimischen Affengruppen und die üppige Vegetation. Durch das Konzept der beiden Naturreservate wird von der Initiative auch ein Bewusstsein für artgerechten und nachhaltigen Tourismus geschaffen.

Nachhaltige Safaris in Südafrika durch Wildlife Preservation

Nachhaltigkeit ist bei Nationalparks und privaten Wildreservaten in Südafrika immer häufiger ein wichtiges Kriterium, um Tourismus und Naturschutz unter einen Hut zu bekommen. Das Shamwari Game Reserve nordwestlich von Port Elizabeth wurde bereits mehrfach für seine Tierschutzprogramme ausgezeichnet und zeigt mit seinen fünf unterschiedlichen Ökosystemen ein facettenreiches Bild der reichhaltigen Tier- und Pflanzenwelt des Kaps. Der Schutz und Erhalt von Wildtieren ist hier ein vorrangiges Anliegen und lässt sich beispielsweise in den Centern des „Born Free Big Cat Sanctuary“ hautnah erleben.

Das Bewusstsein für nachhaltige Safaris und aktiven Artenerhalt steigt beständig in Südafrika. Auch das Interesse an „besonderen“ Safaris, die nicht nur die Big Five zum Thema haben, nimmt immer mehr zu. Auch wenn der Wunsch nach einer luxuriösen und komfortablen Unterkunft weiterhin erfüllt werden soll, ist es immer mehr Safari-Freunden wichtig, durch Ihren Urlaub nicht negativ auf das besuchte Ökosystem einzuwirken. Nachhaltig gebaute und geführte Wildreservate und Lodges sind daher ebenso gefragt wie exklusive Safaris mit speziellen Erlebnissen, die einen intensiven Einblick in das echte und lebendige Südafrika liefern.

Allgemeine Informationen zum Ablauf von Spezialsafaris wie Flugsafaris und Walking Safaris

Auf einer Flugsafari reist der Gast per Flugzeug in die einzelnen Safarigebiete bzw. Nationalparks. Meist werden hierzu Sportflugzeuge mit 4-20 Sitzen genutzt, die Rundstrecken bedienen. Mehrere Stopps unterwegs sind daher üblich. Die jeweilige Freigepäckmenge teilen wir Ihnen vorab genau mit, meist sind jedoch 15-20 kg pro Person in Softbags üblich. Nach Ankunft auf dem jeweiligen Airstrip (Landebahn), werden die Gäste von einem Mitarbeiter des gebuchtes Camps oder der Lodge in Empfang genommen und zu Ihrer Unterkunft gebracht. Bei dieser Art der Safarireisen werden meist kleine, exklusive Camps angeflogen, da diese über die erforderlichen Geländewagen für die Pirschfahrten verfügen.

Walking Safaris, also Safari-Wanderungen, bieten das ultimative und unmittelbare Afrika-Erlebnis. Die Wanderungen von Camp zu Camp können von zwei bis zu mehreren Tagen dauern, je nachdem wie intensiv Sie Ihre Walking Safari gestalten möchten. Die Gäste wandern dabei in einem bequemen Tempo mit Pausen und in Begleitung eines erfahrenen Guides etwa 3-4 Stunden pro Tag. Auf den Wanderungen erfahren Sie Spannendes über das Fährtenlesen, sowie die Flora und Fauna im Busch von Südafrika. Darüber hinaus bieten viele Camps in den Safarigebieten eine Fußpirsch als Safari-Aktivität im Rahmen des Aufenthaltes an, es muss also nicht gleich eine mehrtägige Wanderung sein. Außerdem können Pirschfahrten im Geländewagen auch mit spannenden Wanderungen kombiniert werden und bieten damit das gesamte Spektrum der Safariwelt.

Beste Reisezeit für eine Safari

Generell empfiehlt sich für erfolgreiche Tierbeobachtungen auf einer Safari natürlich der Zeitraum, wenn die Wildtiere besonders zahlreich unterwegs und daher am besten zu sehen sind. Was genau die beste Zeit ist, um eine ausgefallene Safari zu unternehmen, hängt natürlich vom besuchten Land und der Jahreszeit ab. Allgemein lässt sich sagen, dass die Trockenzeiten für Tierbeobachtungen empfehlenswert sind. Während und kurz nach der Regenzeit steht gerade im Südlichen Afrika das Gras relativ hoch, das Unterholz ist dicht belaubt. Unter diesen Bedingungen ist es grundsätzlich schwieriger, die Tiere auf den ersten Blick zu entdecken. Diese finden während der Regenzeit auch leichter Wasser und Nahrung, sodass sich das Wild weniger an einem Platz sammeln. Der Vorteil zu dieser Jahreszeit ist allerdings, dass sich die Landschaft von ihrer schönsten Seite zeigt, weniger Staub vorherrscht und die Tiere wohlgenährt und gesund sind.

Tagesablauf einer Safari

Wer sich auf Safari begeben möchte, muss früh aufstehen. Um circa 5.00 Uhr morgens werden die Gäste vom Camp / Lodge-Personal geweckt. Bevor es im offenen Geländewagen auf Pirschfahrt geht, werden zur Stärkung Kaffee oder Tee gereicht. Abfahrt ist meist um 6.00 Uhr. So verpassen Sie das Erwachen der Tierwelt bei Sonnenaufgang nicht, das große Chancen für unvergessliche Safari-Begegnungen bietet. Bis 10.00 Uhr kehren Sie zur Lodge zurück, wo Sie ein köstliches Frühstück erwartet. Um die Mittagszeit wird das Mittagessen serviert und bis circa 16.00 Uhr haben Sie Zeit zu Entspannen. Bevor Sie zu Ihrer Sundowner Fahrt aufbrechen und den beeindruckenden Sonnenuntergang in der freien Natur erleben, gibt es nachmittags nochmals eine kleine Stärkung. Auf der Rückfahrt von der Pirsch nutzen viele Guides Scheinwerfer, um auch die nachtaktiven Bewohner aufzuspüren, um das Safarierlebnis abzurunden. Nach der Rückkehr um circa 19.00 Uhr wird das Abendessen serviert und bei einem Sundowner Cocktail kann man den Tag noch einmal entspannt Revue passieren lassen.